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Schwarz, schwärzer, Black Magic – Zwettler

Schwarz, schwärzer, Black Magic – Zwettler

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Zwettler Black MagicBlack Magic, dunkel also ist das Spezialbier, das Anfang 2016 aus der Zwettler Brauerei kam. Zu mir hat es allerdings den Weg über die Ende 2016 erschienene „Craft Box“ der Culturbrauer gefunden. Black Magic – Schwarze Magie – ist das nun etwas Gutes, oder verfalle ich gleich einem okkulten Zauber aus dem Waldviertel. Ihr merkt schon, Bierblogger ist phasenweise eine Hochrisikojob. Leben am Limit quasi.

Zum Glück kann ich mich einigermaßen auf die Erfahrungen aus den letzten Jahren verlassen. Die Jahresspezialbiere aus Zwettl waren immer grandiose Zeugnisse heimischer Braukunst. Was soll da schon schief gehen. So folgte jetzt auf „Achat“, „Momentum“ und „Sanjana“ nun ein Austrian Porter.

Anfang des Jahres kam das Bier noch – wie üblich – in der 0,75l Flasche auf den Markt. Irgendwie muss ich es damals verpasst haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das irgendwo gesehen hätte. Es waren aber auch nur 534 Flaschen – kann gut sein, dass da Andere schneller waren.

Mit seinen Spezialbieren – heuer eben einem Austrian Porter – möchte Zwettler zeitgemäße Übersetzungen von Bier-Klassikern bieten. Die eigentlich sehr traditionellen Stile sollen in Zwettl ins „hier und heute“ geholt werden. Karl Schwarz, der Eigentümer der Zwettler Privatbrauerei, erklärt was damit gemeint ist: „Unser Anspruch ist es, außergewöhnliche Biere mit Ecken und Kanten zu brauen. Wir nehmen uns die Freiheit heraus, Visionen und Vorgaben zu interpretieren und damit selektive Biertypen einzubrauen.“

Beim Black Magic hat Braumeister Heinz Wasner sich an der Geschichte und den ursprünglichen Merkmalen eines Porters orientiert und neben neuen Impulsen auch Erkenntnisse und Erfahrungen nationaler und internationaler Abwandlungen einfließen lassen. Und natürlich auch eine gehörige Portion Waldviertler Interpretation für das „Austrian“ im Porter.

Porter – das kleine Stout

Die Porter Biere sind wie viele aus England stammende Biere obergärig. Kennzeichnend ist die sehr dunkle, häufig sogar schwarzen Farbe. Waren Porter auch in Österreich bis vor ein paar Jahren fast völlig von der Bildfläche verschwunden, so sind diese doch mit der Craftbier Bewegung wieder in die Brauereien eingezogen.

Wie viele traditionelle Bierstile hat auch das Porter seine ganz individuelle Geschichte. Die wohl verbreitetste Version ist die, dass das Porter seinen Ursprung in der industriellen Revolution in England hatte. Im 18. Jahrhundert brachten technische Entwicklungen und industrielle Fertigungen auch den intensiven körperlichen Einsatz der Arbeiter mit sich. Das Porter war bei diesen deshalb so beliebt, weil es nicht nur gut gegen den Durst war, sondern auch ein Nährstofflieferant sein sollte. Letzlich waren es die Lastenträger (engl. „Porter“) in den englischen Häfen, die aufgrund ihrer schweren körperlichen Arbeit sinnbildlich für den Konsumentenkreis standen. In den Häfen wurde das Bier aber auch in die Kolonien verschifft, wofür es aufgrund seiner Stabilität gut geeignet war.

Schwerstarbeit ist bei diesem Bier aber nicht gefragt – Flaschenöffner und ein Glas reichen völlig. Dafür bekommen wir aber auch keinen Schweiß zu riechen, sondern eher die typischen Röstaromen dieses Bierstils. Viel besser wie ich finde.

Prost, Cheers und Ahoi

proBIER-Wertung: ..
Alkohol: 8,3 Vol%
Stammwürze: 18,8 °P
Bittereinheiten: keine Angaben IBU
Trinktemperatur: 9 – 11 °C
Bierstil: Porter
Anschrift: Privatbrauerei Zwettl
Karl Schwarz GmbH
Syrnauer Straße 22 – 25
3910 Zwettl
+43-2822-500-0
info@zwettler.at
www.zwettler.at

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