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Zeit für gutes Bier – Craft Bier Fest Linz

Zeit für gutes Bier – Craft Bier Fest Linz

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Irgendwie fällt es ja schon ein wenig schwer es zu begreifen: Ein Jahr und zwei Wochen war es her, da wurde aus einer spontanen Idee dreier Bierverrückter ein Fest für handgebrautes Bier in Wien am Donaukanal Realität. So etwas zumindest, denn starker Regen und vor allem Wind machen der ersten von drei Veranstaltungstagen zu einem echten Reinfall. CraftBierFestLinz-AusstellerWas aber an den zwei weiteren Tagen passierte, das übertraf die kühnsten Erwartungen für Schönwetter. In Wien fanden immerhin noch 4.000 Gäste den Weg zum Fest.

Und ein Jahr später? Das Fest ist inzwischen erwachsen geworden und darf auch alleine weg. Nach Oberösterreich – genauer nach Linz in die Tabakfabrik. Und hier will man uns offensichtlich zeigen, wie schönes Wetter geht. Weit über 30°C draussen vor der Halle schreckten aber vermutlich einige potentielle Besucher ab – eigentlich grundlos, denn die schöne Industriearchitektur mit ihren dicken Stahlbetonwänden zauberte angenehme Temperaturen in die Lösehalle in der sich die Aussteller aufgebaut hatten und auf die durstigen Besucher warteten.

In Linz war jetzt „Zeit für gutes Bier!“

Immerhin 2.500 von ihnen hatten trotz verlängertem Wochenende und UEFA Champions League Finale aber den Weg in die Halle gefunden.Etwas weniger als wir es uns als Veranstalter gewünscht hätten, aber bei knapp CraftBierFestLinz-geniessen und fachsimpeln200.000 Einwohnern in Linz eine doch deutliche Marke gegenüber der fast Zweimillionenstadt Wien.

Immerhin fast 200 Biere von 47 Brauereien aus 13 Ländern waren vertreten und warteten darauf neu entdeckt oder wieder genossen zu werden. Erstmalig gab es auch zwei Cider Stände. Der vergorene Apfelmost , der ja in vielen Ländern schon lange beliebt ist, findet zusammen mit der Craftbier Bewegung in Österreich auch immer mehr Verbreitung in der Gastronomie und somit auch Liebhaber.

Waren die Nachmittage bei den Temperaturen erwartungsgemäß etwas ruhiger so zog der Besucherstrom dann in den Abendstunden mit den kühleren Außentemperaturen doch deutlich an. Die Besucher konnten sich in der Halle die Biere holen und genießen oder auch im Freigelände unter einem schattigen Baum verkosten. Hier wurde an beiden Abenden auch von der Kantine der Tabakfabrik gegrillt und es gab ein zünftiges Barbecue.CraftBierFestLinz-Essen Vor den Toiletten bildeten sich zeitweise auch Schlangen, aber nicht, um menschlichen Bedürfnissen nachzukommen, sondern bei den Topfgerichten im kleinen angeschlossenen Restaurant hatte man den Ansturm der Gäste etwas unterschätzt und kam zeitweise mit dem Nachkochen nicht hinterher. Wer Glück und Geduld mitbrachte, der konnte hier Yak-Gulasch oder Faschierten Braten oder auch vegetarische Currys zum Bier bekommen. Einen Stand mit schnellen Leberkässemmeln gab es in der Halle selbst.

An den Ständen gab es dann die Biere wieder gegen Jetons zum Verkosten und davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Klar, denn auch in Linz galt die eiserne Regel der „Craft Bier Fest“-Reihe, dass am CraftBierFestLinz-Gespräche unter KollegenBrauprozess Beteiligte an den Ständen anwesend sein sollen, um den Gästen die Biere erklären zu können und auch direktes Feedback entgegennehmen zu können. Hiervon wurde reichlichst Gebrauch gemacht und auch einige Brauer ließen es sich nicht nehmen man bei den Kollegen vorbeizuschauen und „fremdzugehen“.

Dabei gab es wirklich viel Neues zu entdecken. Mit „Craft Country“ war direkt neben „Bierol“ eine zweite Tiroler und vermutlich auch die jüngste Craft-Brauerei am Fest anwesend. Das Brugghús Steðja aus Flókadalur auf Island hatte mit einem Algenbier und einem Austernbier sicher auch Spezialbiere dabei, die nicht für jedermanns Geschmack bestimmt waren. Am „BeerLovers“ Stand von Ammersin tummelte sich daneben die internationale Brauerschaft. Tiny Rebel, Rogue, Thornbridge und Riedenburger hatten CraftBierFestLinz-BierzaubereiVertreter geschickt, die dann auch auf der Bühne Rede und Antwort in kurzen Talkrunden standen. Leider machte uns die Akustik der Halle hier einen kleinen Strich durch die Rechnung und diese Gespräche waren in Teilen der Halle schwer zu verstehen.

Am Ende waren dann Besucher und auch die Aussteller zufrieden mit dem ersten Fest für handgebraute Bierspezialitäten in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Auch bei diesem Fest gibt es noch einige Kleinigkeiten zu verbessern, aber wir sind uns sicher, dass sich im Frühjahr 2016 wieder die Tore für das zweite Craft Bier Fest Linz öffnen werden.

Alle Details zum Fest und auch die vollständige Aussteller- und Bierliste gibt es zum nachlesen auf der Homepage des Craft Bier Fest unter www.craftbierfest.at

Am Sonntag nach dem Aufräumen waren wir uns alle im Team immer noch einig: LINZ – Ihr wart Klasse! Danke!