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proBIER!-Shoptest Teil 4: BIERFRACHT – A

proBIER!-Shoptest Teil 4: BIERFRACHT – A

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Auch im viertel Teil des proBIER! Shoptest bleiben wir in Österreich. Seit ein paar Jahren gibt es mit Bierfracht.at und myBier.at zwei heimische Online Shops, die sich mit ihren Sortimenten sehr schön ergänzen. Während myBier.at sich ausschließlich mit heimischen Bieren beschäftigt, deckt Bierfracht.at die internationale Schiene ab. Hinter Bierfracht.at steckt dabei kein geringerer als der kürzlich zum Staatsmeister der Biersommeliere gekürte Clemens Kainradl. Bierfracht versteht sich dabei neben dem Online-Geschäft an Endkunden vor allem als Großhändler für Biere aus Großbritannien, den USA, auch Skandinavien und natürlich Italien.
Auch hier war der Wunsch das Thema und die Liebe zum Bier zum Hauptberuf zu machen die Triebfeder – auch bei Clemens Kainradl gab es ein normales Leben vor dem Bier. Aber sind es nicht letztlich die „Überzeugungstäter“, die die Bierszene so spannend und nett machen?

startseite
Die Homepage von Bierfracht.at wirkt sehr nüchtern und aufgeräumt. Kein Flash oder Java Schickschnack, der einem hier sofort ins Auge fällt. Einfach aber funktionell und übersichtlich gestaltet. Dafür sind ohne große Umwege die einzelnen Rubriken des Shops wie: „Biere nach Region“ oder „Biere nach Stil“ sehr schnell zu finden und aufgerufen. Italienische Biere beispielsweise errreihe ich mit einem Klick von der Startseite aus – das macht Spass und spart Zeit bzw. vermeidet auch Potential sich zu „verklicken“. Hier geht es gradlienig und ohne Umwege zum Ziel. Sicher ein Vorteil, dem die unaufgeregte Optik geschuldet ist. Auch gut gelöst sind die zwei Rubriken „Großflaschen“ und „Themenpakete“ – hier kann man sich ebenfalls direkt gewünschten Produkten über derartige Auswahlkritereien nähern. Nicht vorhanden und damit vielleicht der Einzige Wehmutstropfen ist eine Auswahlmöglichkeit nach Brauereiname. Hier kommt man zwar über das Suchfeld weiter, die Ergebnisse werden aber ausserhalb des Sichtfeldes angezeigt, so dass man immer erst nach unten scrollen muss, um zu sehen, ob etwas gefunden wurde. Jammern auf hohem Niveau – das ist schon sehr okay so.

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shopseiteangebot
In den beiden Hauptkategorien „Biere nach Region“ oder „Biere nach Stil“ kommt man dann zu einer Auflistung der hier vorhandenen Biere. Die Reihenfolge ist recht bunt gemischt aus Themenpaketen, Großflaschen und 6-er Packs von Kleinflaschen. Das Angebot hält sich je Kategorie aber in Grenzen, so dass die Übersichtlichkeit kein gröberes Problem wird. Ein System in welcher Reihenfolge die Angebote gereiht sind ist aber für mich auf den ersten Blick nicht erkennbar gewesen. Bei einem größeren Sortiment im Webshop kann es hier so aber schnell unübersichtlich werden. Es besteht die Möglichkeit hier die Anzahl der Produkte je Seite festzulegen, um die Übersichtlichkeit zu steigern. Die jeweiligen Produkte sind mit Flaschenfoto, einer Kurzbeschreibung, dem Lieferstatus in Ampelform und dem Preis sehr schön gestaltet. Hier geht der Daumen wieder eindeutig nach oben. Mit einem Klick landet man dann in einer Detailbeschreibung, sofern man das wünscht und erhält ausführliche Hintergrundinformationen zum Bier, der Brauerei, Tips zur Speisebegleitung, einen Link auf die Webseite und zu den Bewertungen bei ratebeer.com.
So bleiben vor einer Bestellung eigentlich keine Fragen offen.

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Shoppen
Den Warenkorb füllen kann man entweder von der Übersichtsseite oder auf der Detailseite. Mittels einer +/- Taste lässt sich die Anzahl der gewünschten Flaschen auswählen und dann dem Warenkorb hinzufügen. Die Verfügbarkeit ist auch hier sowohl in der Ampeldarstellung als auch im Klartext mit Angaben zur voraussichtlichen Lieferdauer angegeben. Ist die gewünschte Menge nicht lieferbar, so wird diese beim Warenkorb automatisch korrigiert und der Kunde über einen entsprechenden Hinweis hierüber informiert.

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Warenkorbbezahlen
Der Inhalt des Warenkorbs wird beim shoppen auf der rechten Bildschirmseite mit Anzahl der Positionen und Gesamtbetrag (exkl. Versand) angezeigt. Die Schaltfläche „Warenkorb anzeigen“ bringt einen direkt auf denselbigen, wenn man während des Einkaufens noch einmal einen detaillierteren Blick in diesen werfen möchte. In der Warenkorb Darstellung selbst kann die Anzahl der Flaschen nochmals verändert werden, wenn man mehr oder weniger von einer Position haben möchte. Auch können hier Gutscheine eingelöst werden, die ebenfalls im Angebot sind. In gut übersichtlichen Auswahlfeldern kann dann die Lieferart (z.B. GLS) ausgewählt werden. Direkt darunter entscheidet man über die Zahlungsart: Vorkasse, Visa, Master oder Paypal. Je nach Anzahl der Flaschen ändern sich auch die Versandkosten. Bei Kleinflaschen sind diese aber auf maximal 12,50 EUR und bei Großflaschen auf 9,50 EUR für den Versand innerhalb Österreichs begrenzt. Der Versand nach Deutschland wird ebenfalls sofort ausgeworfen, wenn dies interessant ist.
In einem Bemerkungsfeld kann ich Wünsche hinterlassen, die bei der Bestellung berücksichtigt werden sollen.

Im zweiten Schritt werden Rechnungs und ggf. eine abweichende Lieferadresse erfasst, die dann im dritten Schritt noch einmal zusammen mit der Bestellung übersichtlich angezeigt wird und bestätigt werden muss. Schritt vier ist dann das gewählte Verfahren der Bezahlung.

Meine Bestellung wurde wenige Sekunden später mit einer automatisierten Mail bestätigt, die aber nochmal alle Bestelldetails enthielt.

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TrackingLieferzeit
Hier hat mich Bierfracht dann vollständig überzeugt. Am Donnerstag bestellt – am Freitag geliefert. Das mag ein Zufall gewesen sein, aber ein sehr positiver! Insofern habe ich gar nicht mehr auf die Webseite geschaut, ob denn hier irgendwelche Informationen bereitgestellt werden. Das Paket wurde am Vormittag von einem freundlichen DPD Fahrer vorbeigebracht. Lieferzeit also quasi nicht existent. DPD ist auch nach meinen Erfahrungen eine der besten Adressen, wenn es um den Versand von Flaschen geht.

Es fällt schwer hier irgendwelche weiteren Kommentare abzugeben. Das war einfach große Klasse!

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VerpackungBruchsicherheit
Der Karton ist mindestens so unaufgeregt wie die Webseite. Also auch hier übt man vornehmes Understatement. Dafür ist der Karton gebrandet und somit Herkunft und Inhalt klar. Sollte es auch, denn ein Hinweis auf die Behandlung wie „Vorsicht Glas“ fehlt. Zwei Aufdrucke und der Paketlabel – fertig. Von der Qualität des Kartons gibt es nichts zu sagen. Dicke stabile Pappe, die innen mit einer Doppelwand versehen ist. Da müssen sich die Paketzusteller schon ganz schön anstrengen, um hier eine Flasche zu Bruch gehen zu lassen.

Angekomen ist alles in bester Ordnung und ohne jede Beschädigung.

Nach dem Öffnen kommt ein Pappdeckel mit zwei Bierdeckeln zum Vorschein – darunter die bestellten Flaschen. Kein weiteres Verpackungsmaterial. Braucht es auch nicht, denn Karton und Pappe ist ja genug da, um die wertvolle Fracht zu schützen. Kurzer Vergleich mit dem per Mail übermittelten Rechnungsdokument – alles da, nichts fehlt. Sehr fein!

Kurzer Blick, ja tatsächlich kein Styropor – ich freue mich. Nur Pappe und die ist so geklemmt, dass nichts verrutschen kann. Sehr gut! Müllvermeidung gehört eben auch dazu.

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Im Karton selbst ist das typische Kartongitter eingelegt, das die Flaschen gegeneinander schützt – von Flasche gegen Flasche ist hier also auch hier nicht die Rede.

Schnelle Lieferung, Verpackung passt. Solide Leistung, so wie man es sich eigentlich erwartet.

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Frische
Mein Highlight ist das MHD mit 2026. Was will mir diese Flasche sagen? „Stell mich in den Keller und vergiss mich ganz schnell“? Das klingt nach einer sehr langen Lagerfähigkeit und gerade solche Biere sollte man ja etwas liegen lassen. Der Rest der Mannschaft ist mit frühesten Daten aus März 2015 im perfekten Rahmen. So sollte es sein, wenn man Craftbiere bestellt – und durch den Winter kommen diese Biere ohnehin nicht, dazu ist mein Kamin zu gemütlich. Kurzum, Bierfracht importiert selbst – schafft es aber bei den Haltbarkeitsdaten tolle Werte zu liefern. Offensichtlich ist eine entsprechende Drehung garantiert. Laut Webseite werden die Biere auch in einem eigenen Kühllager dunkel bei ganzjährig konstanten 7°C gelagert. Ideale Bedingungen also. Das ist nicht immer so.
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Fazit
Bierfracht.AT ist sicher einer der optisch unspektakulärsten Online-Shops. Auch sind nicht alle Biere, die es bei Bierfracht.AT zu bestellen gibt immer sofort online. Personell hat man sich jüngst verstärkt, so dass evtl. hier das Angebot zeitnah wachsen wird, wenngleich der Online Shop nicht das primäre Standbein von Bierfracht.AT ist. Zusammen mit NEWS bietet man auch noch ein Bier-ABO an, dass vielleicht für den Einen oder Anderen auch interessant sein mag. Die Biere bei Bierfracht.AT sind sehr exklusiv und meist nirgendwo anders zu bekommen. Craftbierfreunde – insbesondere die der italienischen Handwerksbrauer – kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Preise sind sehr angemessen und für die gebotene Leistung mehr als fair. Auch die Frische lässt nicht zu wünschen übrig und so gaht auch hier der Daumen eindeutig nach oben. Die Verpackung, Transport mit DPD waren frei jeder Kritik. Die Lieferzeit ein Hammer.

Die Versandkosten sind für einen Versand innerhalb Österreichs eher am oberen Limit, aber bei den recht niedrigen Flaschenpreisen gut vertretbar.

Auch bei Bierfracht.AT hält mich nichts davon ab den Stempel zu zücken und das Siegel aufzudrücken. Die Jungs vom Bierfracht.AT machen es sich mit dem Eigenimport nicht leicht – meine Erwartungen sind aber mehr als erfüllt. Toll wäre, wenn viele der nicht auf der Homepage gelisteten Bier auch noch den Weg in den Online-Shop finden würde. Klar, das ist viel Arbeit, aber viele Kunden würden es sicher danken.
Auch für Bierfracht.AT gilt deshalb:

Approved

(Hinweis: Dieser Bericht basiert auf eigenen Erfahrungen des Autors und in der Regel auf einer einzigen Bestellung. Andere Besteller mögen andere Erfahrungen machen. Dieser Bericht ist ausdrücklich keine Garantie, dass die Lieferung in der beschriebenen Form passiert und stattfindet. Es gilt wie immer „Shit happens!“ – leider auch bei Bierbestellungen im Online Versand.)