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Das BierIG Festival der Biervielfalt startet erstmals in Ried

Das BierIG Festival der Biervielfalt startet erstmals in Ried

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Biermesse ImpressionenDie Bierregion Innviertel, genauer Ried im Innkreis, ist an diesem Wochenende Zentrum der österreichischen Bierfreunde sowie der Klein- und Hobbybrauer.

Zum einen findet am Messegelände in der Bauernmarkthalle zum ersten Mal das „Festival der Biervielfalt“ statt. Zum anderen nur wenige Meter daneben geht die österreichische Staatsmeisterschaft der Klein- und Hobbybrauer über die Bühne. Am Sonntag verbinden sich dann beide Veranstaltungen, wenn die Sieger am Festival auch offiziell gekürt werden.

Zuser TekuAm Abend vor dem Fest waren Interessierte eingeladen gewesen ein Bierdegustationsmenue im Gasthof Riedberg von Diplom Biersommelier Karl Zuser jun. zu genießen und zu erleben. Auf seine einzigartige Weise führte der Hausherr durch das Fünfgangmenue. Selbstredend, dass zu jedem Gang ein anderes Bier gerreicht wurde, welches entweder von Karl persönlich oder dem anwesenden Braumeister oder aber einem Biersommelierkollegen präsentiert wurde. Unter dem wachsamen Auge von Ehrengast Bierpapst Conrad Seidl ging es so unter anderem von Innviertler Surspeck über Artiesen-Forelle bis hin zu einem Schwarzwälder Kirsch Dessert aus einem Teku Mini Glas.

Zusers BierkellerGegen Mitternacht leerte sich dann der Gastraum recht schnell. Der eine Teil der Anwesenden wollte sich vor der Jurorentätigkeit am kommenden Tag noch ein wenig ausruhen – den anderen Teil zog es magisch in den Keller, wo sich einer der bestsortiertesten Bierkeller des Landes befindet. Hier noch einmal bei besten – zum Teil auch außergewöhnlichen – Bieren ein paar Stunden zu verbringen und den Ausführungen von Karl Zuser jun. und Bierpapst Conrad Seidl zu lauschen ist einfach ein Erlebnis für jeden Bierfan. Aber auch die schönste Nacht ging einmal zu Ende und auch wir bekamen ein paar Stunden des wohlverdienten Schlafes.

Rieder Bier in RiedAm Samstag hieß es dann schon einmal auf einen Sprung in die Bauernmarkthalle schauen, wo gerade noch letzte Aufbauarbeiten im Gange waren. BierIG Präsident und Festival Mitorganisator Martin Seidl war die Anspannung so kurz vor Beginn deutlich zum ansehen. Über 15 Brauereien waren gekommen, um ihre über 150 Biere zu präsentieren. Aber Punkt 14 Uhr sollte das Baby dann geboren werden – und wie! Innerhalb der ersten 2 Stunden konnten schon über 500 Besucher des „Festivals der Biervielfalt“ registriert werden. Schon jetzt zeichnete sich ein gigantisches Interesse ab, das an engen Gängen in der Halle schnell spürbar war.

Bierfracht at in RiedSie alle waren gekommen, um Bierspezialitäten aus dem Innviertel, Oberösterreich und letztlich der ganzen Welt zu verkosten. Den internationalen Touch erhielt das Fest vom neo-Staatsmeister der Biersommelière Clemens Kainradl, der mit seinem Stand von Bierfracht.at Bierspezialitäten aus aller Welt mit nach Ried gebracht hatte und lies auch die zahlreich anwesenden Harcore Beer Geeks auf ihre Kosten kommen.

Kaltenböck RauchbockAber auch die Brüder Herwig und Volkher Kaltenböck vom Attersee, die zum Verkosten eines Rauchbockss einluden oder Gerhard Litzelbauer von der Brauerei Ried, der einen Schwarzbier Prototypen mit im Gepäck hatte, mussten sich vor der internationalen Konkurrenz – wie die meisten anderen Biere auch – nicht schrecken.

Bier ist nicht nur MännersacheDie angespannte Miene von Martin Seidl war wie bei Karl Zuser jun. als Organisatoren bereits nach zwei Stunden Festivaldauer einem zufriedenen Lächeln gewichen. Und das mit Recht. Was die beiden hier auf die Beine gestellt haben verdient größten Respekt. Wer heute noch die Gelegenheit hat oder morgen ab Sonntag Mittag in Ried ist, für den gilt wie immer in der Gegend: „Auf zum Zuser!“ – Nur das der eben an diesem Wochenende ausnahmsweise in der Rieder Bauernmarkthalle zu finden ist.

Vor den Organisatoren sei an dieser Stelle virtuel der Hut gezogen, denn ein derartiges Festival mit dieser Qualität in einer „nicht-Metropolregion“ mit einem solchen Erfolg durchzuziehen, das braucht nicht nur Mut, sondern auch viel Geschick.

Allen Teilnehmern an der Staatsmeisterschaft seien an dieser Stelle ganz feste die Daumen gedrückt – die Ergebnisse gibt es dann morgen Abend auch hier.

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