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proBIER-Shoptest Teil 1: Brewdog – UK

proBIER-Shoptest Teil 1: Brewdog – UK

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Brewdog00-LogoBrewdog aus Schottland ist sicher eine der auffälligsten Erscheinungen in der kommerzielleren Craftbierszene. Nicht nur mit Ihrer Aktion „Equity for Punks“ bei der auf ungewöhnliche Art und Weise Beteiligungen an der Brauerei möglich sind und so Finanzierungen sichergestellt werden, nein auch die Biere haben es in sich. Auch wenn sich die Biere immer größerer Beliebtheit – und damit auch Verbreitung im Handel – erfreuen, Spezialitäten findet man selten. Aber auch neben den eigenen Brews hat der Hund einiges zu bieten.

startseite
Die Startseite auf www.brewdog.com ist in Englisch gehalten. Ein Umschalten in andere Sprachen ist nicht vorgesehen. Die Schrift ist im „Brewdog“-eigenen Stil gehalten. Dadurch ist die Übersichtlichkeit etwas eingeschränkt, aber die wesentlichen Funktionen – in unserem Fall der „Shop“ – sind klar erkennbar. Auf der Startseite würde jetzt schon die Möglichkeit oben rechts bestehen sich mit einem bereits vorhandenen Kundenkonto anzumelden.

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shopseiteangebot
Auf der Shopseite angekommen bestehen mehrere Möglichkeiten die gewünschten oder gesuchten Artikel zu finden. Die „Keyword“ – also Stichwortsuche – ist hier sicher eine gute Möglichkeit, haben die Brewdog Biere doch recht unverwechselbare Namen. Auf der linken Seite kann man in einer vertikalen Leiste nach den Standard Bieren „Core Range“ oder saisonalen Bieren „Occasional Brews“ filtern. Hier fällt schon auf, dass auch andere Brauereien ihre Biere über den Brewdog Shop verkaufen. Eine tolle Geste, die so voll und ganz meinem Verständnis von Craftbier entspricht. In der Rubrik „Guest Beers“ sind so ständig wechselnde Biere z.B. von Mikkeler, Firestone Walker, Ale Smith, etc. zu finden. Wenn ihr hier etwas seht, das ihr unbedingt haben wollt: Zuschlagen! Ich habe schon oft gezögert und ein paar Tage später war das Bier ausverkauft.
Nebenbei gibt es natürlich aus noch die obligatorischen Merchandise Artikel wie Gläser, T-Shirts, Anstecker, etc. von Brewdog zu kaufen.

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Shoppen
Bei jedem der verfügbaren Artikel (nicht verfügbare Artikel oder Biere haben schon im Ansichtsbild eine „out of stock“ Markierung) können sehr leicht über eine sogenannte „Quick buy“ Funktion unter dem Artikelbild die verschiedenen Mengen (z.B. Einzelflasche, Six-Pack, etc.) oder Größen (z.B. bei T-Shirts: S, M, L, XL, etc.) ausgewählt und direkt in den Warenkorb gelegt werden. Das finde ich extrem gut gelöst, weil so alle Möglichkeiten mit einem einzelnen Klick sichtbar werden.

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Warenkorbbezahlen
Der Warenkorb wird vor dem Abschluss der Bestellung noch einmal übersichtlich angezeigt und es können z.B. die Mengen in den betreffenden Artikelfeldern noch einmal angepasst werden. Auch werden hier die Versandkosten ausgewiesen, die für die Lieferung anfallen.
Anschliessend wird man auf die Bezahlseite geleitet in der man die Möglichkeit hat zwischen gängigen Kreditkarten (Visa, MasterCard) und hier nicht so verbreiteten Karten (Discover) sowie PayPal als Bezahlmethode zu wählen. Das Bezahlen auf Rechnung oder Nachnahme ist nicht möglich. Je nachdem welche Bezahlmethode man ausgewählt hat wird man auf die Seite des jeweiligen Bezahlanbieters geleitet. Hier kann z.B. bei PayPal die Lieferadresse ausgewählt werden. Dies passiert nicht im Shop und kann auch nachträglich nicht mehr geändert werden. Hier bin ich etwas voreilig gewesen, so dass ich die Lieferung dann an meine Heimadresse bekam – normalerweise lasse ich mir solche Sendungen aber immer ins Büro schicken. Da hätte man besser drauf hinweisen können – natürlich ich auch besser aufpassen können.
Auch besteht die Möglichkeit eien Gutscheincode einzugeben bzw. eine Mobiltelefonnummer über die man dann Status SMS zu seiner Bestellung erhält. In meinem Fall hat das mit den SMS nicht funktioniert. Vielleicht geht das auch nur in UK.
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TrackingLieferzeit
Für die Bestellung wird eine „Order History“ angelegt in der der jeweilige Status der Bestellung ersichtlich ist. Im Falle vopn Brewdog sind es drei Zustände, die das Paket annehmen kann: „Processing“ – Die Bestellung wird kommissioniert, „Packing“ – Die Bestellung wird gepackt und „Dispatched“ – für versendet. Packing ist jetzt für mich eine sehr entbehrlicher Status, letztlich interessiert mich ja nur, wann das Paket auf dem Weg ist. Ist das einmal passiert bekommt man eine SMS mit einem Trackingcode von „Parcelforce“, die das Paket in meinem Fall noch in UK an „GLS“ übergeben habe, die die Sendung dann schlussendlich auch bei mir in Wien zugestellt haben. Für über 40 GBP Versandkosten ist die Lieferzeit einfach zu lange gewesen. Da kenne ich gerade aus UK Versender, die deutlich schneller sind oder eben deutlich günstiger. In Zusammenhang mit den doch eher wenigen Trackinginfos gibt es hier nur zwei Punkte.
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VerpackungBruchsicherheit
Alle vorausgegangenen Punkte sind natürlich Dinge, bei denen ihr selbst entscheiden könnt, ob euch z.B. die Versandkosten zu hoch sind, die Auswahl zu gering, etc. Worauf es dann aber wirklich ankommt ist: Wie kommt die Lieferung an? Wie sind die Flaschen verpackt? Habe es die Gläser überlebt? Wie frisch ist das Bier?
Bei Brewdog kann man schon beim Paket kaum übersehen, dass zerbrechliche Ware enthalten ist. Von allen Seiten in großen Buchstaben steht es geschrieben – gut das hat noch keinen Paketdienst davon abgehalten Glas zu zertrümmern. Aber von aussen macht das Paket mal einen unbeschädigten und gut verpackten Eindruck.
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Darunter finden sich der Lieferschein, der handschriftlich abgehakt wurde und Instruktionen was im „Bruchfall“ zu tun wäre. Für eine Lieferung aus UK sicher eine eher theoretische Variante, aber ich glaube ich brauche es ohnehin nicht.
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Jetzt wird es ernst. Es geht an die Flaschen und Gläser. Das von mir mitbestellte T-Shirt diente offensichtlich auch noch als Polster – okay, soll so sein, ist ja auch noch separat verpackt. Viel Verpackungsmaterial kommt zum Vorschein, was ja Hoffnung macht.

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Ein stabiles Kartongitter in dem die Flaschen stehen und gut geschützt sind. Prima! Der Karton selbst ist auch mit einer zusätlichen Kartonlage verstärkt und bietet guten Schutz gegen Stöße von aussen. Die Gläser sind in Luftkammerfolie eingepackt – vielleicht nicht ganz so gut wie  es hätte sein können, aber die Tekus sind auch echt schwierig zu versenden. Kein Bruch – kein Problem.
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Kleiner Wehrmutstropfen – es bleiben Unmengen an Verpackungsmaterial zurück. Natürlich hilft das in Summe einer tadellosen Lieferung, aber muss es gleich dieses aufgeschäumte Zeugs sein? Letztlich geht es darum aber hier heute nicht – wollte es nur kritisch bemerkt haben.
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Frische
Wenn man den Shop von Brewdog längere Zeit beobachtet, dann fällt auf, dass selbst „Core Range“ Biere ab und zu nicht verfügbar sind. Wenn man nun auf der einen Seite dies als Indiz dafür nimmt, dass ständig neue Ware eintrifft und andererseits die MHD Daten auf den Flaschen betrachtet, dann kann man schon ziemlich sicher sagen: Hier kommt das Bier quasi aus der Abfüllung in den Versand. Top! Aber das war letztlich zu erwarten.
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Fazit
Im Online Shop von Brewdog bekommt man – soweit verfügbar – alle Biere der „Core Range“ und die „Occasional Brews“ in bester Frischequalität geliefert. Auch gibt es ein wirklich beachtenswertes Angebot an Bierspezialitäten anderer Craftbrewer, die ständig wechseln. Biere, die meist nirgendwo sonst zu haben sind. Auch Importware aus den USA ist gelegentlich dabei.
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Die Verpackung ist ohne jeden Tadel, selbst Gläser kommen unversehrt an. Einzig der Umweltaspekt stört ein wenig bei der Menge und dem verwendeten Polstermaterial.
Die Versandkosten sind für einen Versand nach Österreich natürlich schon heftig und eigentlich für eine „normale“ Bestellung zu hoch. Bestellt man Spezialitäten wie „Tactical Nuclear Penguin“ oder „Sink the Bismarck“, dann sind diese Kosten jedoch schnell wieder kompensiert, da diese Flaschen hier im Handel (sofern verfügbar) doppelt so teuer sind wie im Online Shop. Dann rechnet es sich – sonst eher nicht! Hier ist es letztlich aber bei jedem selbst zu bestimmen, ob es das wert ist.

Die nüchtern betrachtete Performance des Shops ist tadellos und somit empfehlenswert.
Daher:

Approved

(Hinweis: Dieser Bericht basiert auf eigenen Erfahrungen des Autors und in der Regel auf einer einzigen Bestellung. Andere Besteller mögen andere Erfahrungen machen. Dieser Bericht ist ausdrücklich keine Garantie, dass die Lieferung in der beschriebenen Form passiert und stattfindet. Es gilt wie immer „Shit happens!“ – leider auch bei Bierbestellungen im Online Versand.)